Maranassati Sutta (1)

Die Achtsamkeit des Todes

Ich habe gehört, dass sich der Erhabene einmal in Nadika in der Backsteinhalle aufhielt.  Dort richtete er an die Mönche:
Mönche!"

„Ja, Herr", antworteten die Mönche.

Der Erhabene sprach:
Achtsamkeit des Todes, wenn sie entfaltet und gepflegt wird, ist von großer Frucht und von großem Segen.  Sie fasst im Todlosen Fuß, hat das Todlose als endgültiges Ende.  Daher sollte ihr Achtsamkeit des Todes entfalten."

Nach diesen Worten wandte sich ein gewisser Mönch an den Erhabenen:
„Ich entfalte bereits Achtsamkeit des Todes."

„Und wie entfaltest du Achtsamkeit des Todes?"

„Ich denke,
‚Oh, möge ich für einen Tag und Nacht leben und der Unterweisung des Erhabenen Aufmerksamkeit schenken.  Ich würde viel vollbracht haben.’
In dieser Weise entfalte ich Achtsamkeit des Todes."

Dann wandte sich ein anderer Mönch an den Erhabenen:
„Auch ich entfalte bereits Achtsamkeit des Todes."

„Und wie entfaltest du Achtsamkeit des Todes?"

„Ich denke,
‚Oh, möge ich für einen Tag leben und der Unterweisung des Erhabenen Aufmerksamkeit schenken.  Ich würde viel vollbracht haben.’
In dieser Weise entfalte ich Achtsamkeit des Todes."

Dann wandte sich ein anderer Mönch an den Erhabenen:
„Auch ich entfalte bereits Achtsamkeit des Todes."

„Und wie entfaltest du Achtsamkeit des Todes?"

„Ich denke,
‚Oh, möge ich für die nötige Zeitspanne, um ein Almosenmahl zu essen, leben und der Unterweisung des Erhabenen Aufmerksamkeit schenken.  Ich würde viel vollbracht haben.’
In dieser Weise entfalte ich Achtsamkeit des Todes.'

Dann wandte sich ein anderer Mönch an den Erhabenen:
„Auch ich entfalte bereits Achtsamkeit des Todes."

„Und wie entfaltest du Achtsamkeit des Todes?"

„Ich denke,
‚Oh, möge ich für die nötige Zeitspanne, um zu schlucken nach dem Zerkauen von vier Bissen, leben und der Unterweisung des Erhabenen Aufmerksamkeit schenken.  Ich würde viel vollbracht haben.’
In dieser Weise entfalte ich Achtsamkeit des Todes."

Dann wandte sich ein anderer Mönch an den Erhabenen:
„Auch ich entfalte bereits Achtsamkeit des Todes."

„Und wie entfaltest du Achtsamkeit des Todes?"

„Ich denke,
‚Oh, möge ich für die nötige Zeitspanne, um zu schlucken nach dem Zerkauen eines Bissens, leben und der Unterweisung des Erhabenen Aufmerksamkeit schenken.  Ich würde viel vollbracht haben.’
In dieser Weise entfalte ich Achtsamkeit des Todes."

Dann wandte sich ein anderer Mönch an den Erhabenen:
„Auch ich entfalte bereits Achtsamkeit des Todes."

„Und wie entfaltest du Achtsamkeit des Todes?"

„Ich denke,
‚Oh, möge ich für die nötige Zeitspanne, um auszuatmen nach dem Einatmen oder um einzuatmen nach dem Ausatmen, leben und der Unterweisung des Erhabenen Aufmerksamkeit schenken.  Ich würde viel vollbracht haben.’
In dieser Weise entfalte ich Achtsamkeit des Todes."

Nach diesen Worten wandte sich der Erhabene an die Mönche:
„Wer immer Achtsamkeit des Todes entfaltet und dabei denkt:
‚Oh, möge ich für einen Tag und Nacht leben und der Unterweisung des Erhabenen Aufmerksamkeit schenken.  Ich würde viel vollbracht haben.’  Und
‚Oh, möge ich für einen Tag leben und der Unterweisung des Erhabenen Aufmerksamkeit schenken.  Ich würde viel vollbracht haben.’  Und
‚Oh, möge ich für die nötige Zeitspanne, um ein Almosenmahl zu essen, leben und der Unterweisung des Erhabenen Aufmerksamkeit schenken.  Ich würde viel vollbracht haben.’  Und
‚Oh, möge ich für die nötige Zeitspanne, um zu schlucken nach dem Zerkauen von vier Bissen, leben und der Unterweisung des Erhabenen Aufmerksamkeit schenken.  Ich würde viel vollbracht haben",
von jenen heißt es, dass sie unumsichtig verweilen.  Sie entfalten nur langsam Achtsamkeit des Todes um des Beendens der geistigen Ausströmungen (āsava) willen.

„Aber wer immer Achtsamkeit des Todes entfaltet, indem er denkt,
‚Oh, möge ich für die nötige Zeitspanne, um zu schlucken nach dem Zerkauen eines Bissens, leben und der Unterweisung des Erhabenen Aufmerksamkeit schenken.  Ich würde viel vollbracht haben.’  Und
‚Oh, möge ich für die nötige Zeitspanne, um auszuatmen nach dem Einatmen oder um einzuatmen nach dem Ausatmen, leben und der Unterweisung des Erhabenen Aufmerksamkeit schenken.  Ich würde viel vollbracht haben’,
von jenen heißt es, dass sie umsichtig verweilen.  Sie entfalten intensiv Achtsamkeit des Todes um des Beendens der geistigen Ausströmungen willen.

Daher solltet ihr euch selbst schulen:
‚Wir werden umsichtig verweilen.  Wir werden Achtsamkeit des Todes um des Beendens der geistigen Ausströmungen willen intensiv entfalten.
Auf diese Weise solltet ihr euch selbst schulen."

So sprach der Erhabene.  Erfreut entzückten sich die Mönche an der Worten des Erhabenen.


translated from the Pali by Thanissaro Bhikkhu
Übersetzung aus dem Englischen nach Thanissaro Bhikkhu