Yodhajiva Sutta (1)

Der Krieger

„Wenn ein Krieger mit vier Eigenschaften versehen ist, ist er eines Königs würdig, ist er eines Königs Gewinn, gilt er als wahrer Teil seines Königs.  Welche vier?

„Es gibt es den Fall, in dem ein Krieger geschickt in seiner Einstellung ist, fähig ist, weit zu schießen, fähig ist, in kurzer Abfolge abzufeuern und fähig ist, große Gegenstände zu durchdringen.

„Wenn ein Krieger mit diesen vier Eigenschaften versehen ist, ist er eines Königs würdig, ist er eines Königs Gewinn, gilt er als wahrer Teil seines Königs

„In der gleichen Weise, ist ein Mönch, wenn er mit vier Eigenschaften versehen ist, der Geschenke würdig, der Gastfreundschaft würdig, der Gaben würdig, der Achtung würdig, ein unvergleichliches Verdienstfeld für die Welt.  Welche vier?

„Es gibt es den Fall, in dem ein Mönch geschickt in seiner Einstellung ist, fähig ist, weit zu schießen, fähig ist, in kurzer Abfolge abzufeuern und fähig ist, große Gegenstände zu durchdringen.
Ein Mönch, der mit diesen mit diesen vier Eigenschaften versehen ist, ist der Geschenke würdig, der Gastfreundschaft würdig, der Gaben würdig, der Achtung würdig, ist ein unvergleichliches Verdienstfeld für die Welt.

„Und wie ist ein Mönch geschickt in seiner Einstellung?
Es gibt es den Fall, in dem ein Mönch tugendhaft ist.  Er verweilt gezügelt in Übereinstimmung mit der Patimokkha, vollendet in seinem Verhalten und Tätigkeitsfeld.  Die Schulungsregeln auf sich genommen, übt er sich, indem er Gefahr im geringsten Fehler sieht.
In dieser Weise ist ein Mönch geschickt in seiner Einstellung.

„Und wie ist ein Mönch fähig, weit zu schießen?

„Es gibt es den Fall, in dem ein Mönch alle möglichen Formen, vergangene, zukünftige oder gegenwärtige, innerliche oder äußerliche, grobe oder feine, gewöhnliche oder erhabene, nahe oder ferne - jede Form - wie sie geworden ist (yathābhūtam), mit rechter Erkenntnis sieht als:
‚Dies ist nicht mein.  Dies ist nicht mein Selbst.  Dies bin ich nicht.’

„Er sieht alle möglichen Gefühle, vergangene, zukünftige oder gegenwärtige, innerliche oder äußerliche, grobe oder feine, gewöhnliche oder erhabene, nahe oder ferne - jedes Gefühl - wie es geworden ist, mit rechter Erkenntnis als:
‚Dies ist nicht mein.  Dies ist nicht mein Selbst.  Dies bin ich nicht.’

„Er sieht alle möglichen Wahrnehmungen, vergangene, zukünftige oder gegenwärtige, innerliche oder äußerliche, grobe oder feine, gewöhnliche oder erhabene, nahe oder ferne - jede Wahrnehmung - wie sie geworden ist, mit rechter Erkenntnis als:
‚Dies ist nicht mein.  Dies ist nicht mein Selbst.  Dies bin ich nicht.’

„Er sieht alle möglichen Gebilde (sankhāra), vergangene, zukünftige oder gegenwärtige, innerliche oder äußerliche, grobe oder feine, gewöhnliche oder erhabene, nahe oder ferne - jede Gebilde - wie sie geworden ist, mit rechter Erkenntnis als:
‚Dies ist nicht mein.  Dies ist nicht mein Selbst.  Dies bin ich nicht.’

„Er sieht alle möglichen Bewusstheiten (viññana), vergangene, zukünftige oder gegenwärtige, innerliche oder äußerliche, grobe oder feine, gewöhnliche oder erhabene, nahe oder ferne fern - jede Bewusstheit - wie sie geworden ist, mit rechter Erkenntnis als:
‚Dies ist nicht mein.  Dies ist nicht mein Selbst.  Dies bin ich nicht.’

„In dieser Weise ist ein Mönch fähig, weit zu schießen.

„Und wie ist ein Mönch fähig, in kurzer Abfolge abzufeuern?
Es gibt es den Fall, in dem ein Mönch erkennt, wie es geworden ist (yathābhūtam):
‚Dies ist Stress (dukkha)’, er erkennt, wie es geworden ist:
‚Dies ist die Entstehung von Stress’, er erkennt, wie es geworden ist:
‚Dies ist die Beendigung von Stress’, er erkennt, wie es geworden ist:
‚Dies ist der zur Beendigung von Stress führende Übungspfad.’
In dieser Weise ist ein Mönch fähig, in kurzer Abfolge abzufeuern.

„Und wie ist ein Mönch fähig, große Gegenstände zu durchdringen?
Es gibt es den Fall, in dem ein Mönch mitten durch die riesige Menge Unwissenheit dringt.
In dieser Weise ist ein Mönch fähig, große Gegenstände zu durchdringen.

„Ein Mönch, der mit diesen mit diesen vier Eigenschaften versehen ist, ist der Geschenke würdig, der Gastfreundschaft würdig, der Gaben würdig, der Achtung würdig, ist ein unvergleichliches Verdienstfeld für die Welt."


translated from the Pali by Thanissaro Bhikkhu
Übersetzung aus dem Englischen nach Thanissaro Bhikkhu